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16. Mai 2011 / Gaby Goldberg

Nicht ohne meine Blogs!

Zu meiner Lehr- und Lernwirklichkeit gehören seit zwei Jahren zwei feste Elemente: Blogs und Moodle. Während ich mir ein Kursleben ohne Blogs nicht mehr vorstellen kann, bin ich mir bei Moodle nicht ganz sicher – aber das mag daran liegen, dass ich die Möglichkeiten von Moodle bei weitem nicht ausgereizt habe.

Meine Situation: Ich unterrichte Deutsch als Fremdsprache für 17- bis 77-jährige auf allen Kursstufen im Ausland. In der Regel finden Kurse einer Stufe ein- bis zweimal pro Woche statt, so dass es sinnvoll ist, die Zeit zwischen den Treffen zusätzliches Material zur Verfügung zu stellen. Blogs bieten da aus meiner Sicht die beste Lösung: sie sind informell,  einfach und schnell einzurichten, (dank WordPress) optisch ansprechend, leicht handhabbar, in der Regel immer zugänglich, unterliegen – solange  nur für den Kurs einsehbar, keiner Regulierung der Institution.

Ihre Funktionen sind vielfältig – sie dienen als

  • Materialienbörse für den Kurs
  • Kursdokumentation
  • Präsentationsort für Kurstexte und Arbeitsergebnisse (und damit ein verkappter Versuch, irgendwann mal zum e-Porfolio zu kommen: aber der Weg ist noch weit)
  • Diskussionsgrundlage
  • Kursforum

und spiegeln, last not least, meine Semester-Kurskonzeption.

Die Zahl der Klicks zeigt – einerseits – eine  intensive Nutzung. Andererseits lässt sich die Funktion „Kursforum“ nicht immer mit Leben erfüllen. Da liegt offensichtlich auch bei Fortgeschrittenen die Hemmschwelle hoch, in einer Fremdsprache öffentlich und  für eine (kleine) Ewigkeit dokumentiert zu werden. Doch jeder Kursbeitrag wird aufmerksam verfolgt – die Diskussionen vor dem Kurs und in den Pausen beweisen es.

Die Moodle-Nutzung unterliegt dem institutionellen Rahmen; für die Kurse stehen wir noch am Anfang. In der Weiterbildung nutze ich Moodle seit mehr als  zwei Jahren als Teilnehmerin und habe noch immer das Gefühl, das Potential dieser Lernplattform gerade einmal ansatzweise kennengelernt zu haben. Für Moodle gilt im Übrigen, was auch für alle anderen Anwendungen richtig ist: Nicht die Plattform beschleunigt oder behindert Lernprozesse, es sind die Menschen, die sie mit Inhalt füllen.

Eine Frage, die mich im Kontext des Online-Lernens intensiv beschäftigt, ist die der Gruppenarbeit. Häufig und unabhängig von Aufgabenstellung und Tools beobachte ich, dass die Lasten  ungleich verteilt sind und wenige Gruppenmitgleider die Arbeit von mehreren erledigen, um zum vereinbarten Termin ein Ergebnis vorlegen zu können. Was ist das „Rezept“ für eine erfolgreiche Gruppenaktivität, in der alle gleichwertig am Endprodukt mitwirken?

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