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25. Mai 2011 / Gaby Goldberg

Totgesagte leben länger

Sehr viele Informationen und Eindrücke der vierten #opco11-Woche „stauen“ sich in meinem Kopf – Zeit also, ein bisschen Ordnung zu machen und Platz zu schaffen für das, was sich in den verbleibenden Tagen noch ergeben könnte.

Der #opco11-Wochenstart-Aufruf zur Reflexion über PLEs wurde begleitet von einem intensiven Werbungs- und Liebesgeflüster  der VLE im Blog von Jasmin Hamadeh. Sie – die VLE, nicht Jasmin – scheint in der Tat Beziehungprobleme zu haben. Nicht nur das: Wie schlecht es wirklich um sie steht, wurde mir erst durch eine Video-Panelaufzeichnung aus dem Vorbereitungsmaterial zum Vortrag von Michael Kerres klar: „VLE is dead“ verkündet trauermusikumrahmt der Titel. Trotz des so dramatisch angekündigten Abgesangs geht es dann aber außerordentlich unterhaltsam zu, und James Clay, der dritte Redner, greift direkt zu lebensrettenden Maßnahmen, als er das verzweifelte Klopfen der siechenden VLE am Sargdeckel hört. (Panel:   Steve Wheeler, Graham Attwell, James Clay, Nick Sharratt . Moderation: Jodie Fraser)

Ebenfalls sehr vergnüglich fand ich den Vortrag von Rolf Schulmeister zu PLEs. Schulmeister lässt sie leben, aber nicht ganz ungestört: Da Wissensarten unterschiedlich seien, eigneten sich PLEs nicht für alle, könnten nicht auf  Aufforderung hin geschaffen werden und seien nur ein Teil einer Lernumgebung, keine Quelle oder ein Motiv fürs Lernen und keinesfalls Ersatz für institutionelles Lernen. Nur dort, mit Hilfe einer Lehrkraft, könnten Defizite wie fehlende digitale Bildung oder Probleme durch unterschiedliche kulturelle Lernstrategien aufgefangen werden.

Michael Kerres diskutiert einen weiteren Aspekt, der sich als vitalisierende Aufbauspritze für VLEs erweist: die Entwicklung vorhandener Lernplattformen. Fürs Lernen sei es wichtig, Fehler unter Ausschluss der Öffentlichkeit machen zu dürfen, argumentiert Kerres. Das spreche für die semi-private Sphäre eines VLE, das  – wie Kerres` praktisches Beispiel aus Duisburg belegt – zu einer sozialen Lernplattform mit Focus auf Nutzeraktivität, Vernetzung der NutzerInnen, kooperatives Arbeiten und Durchlässigkeit aufgebaut werden könne.

Na also: Totgesagte leben länger!

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